Kritisch hinterfragt: Der Gehfrei oder Babywalker

Zu finden ist er in jedem Babywarengeschäft und jedem Online-Handel und daher auch in sehr vielen Haushalten mit Kleinkindern: der sogenannte Gehfrei. Es handelt sich hierbei um eine Lauflernhilfe, die aus einem Sitz mit Rollen besteht, der von einem Plastikrahmen umgeben ist. Zur Unterhaltung sind zahlreiche Musik- und Motorik-Spielzeuge angebracht. Babys bzw. Kleinkinder, die noch nicht gehen können, werden in diese Sitze hineingesetzt und können sich, meist indem sie sich mit den Zehenspitzen abstoßen, fortbewegen. Dabei werden sie teilweise richtig schnell.

Laufen lernen besser ohne Gehfrei!

In dieser kurzen Beschreibung verstecken sich bereits Hinweise darauf, dass die Babywalker nicht unbedingt die erste Wahl beim Spielzeugkauf sein sollten. Die Kinder sitzen im Gehfrei und berühren den Boden meist nur mit den Zehenspitzen. Auch wenn sie komplett auffußen, hat die Körperhaltung, die sie einnehmen nichts mit der Haltung zu tun, die fürs Laufen eingenommen werden muss. Dadurch werden nicht die Muskeln aufgebaut, die fürs Laufen eigentlich benötigt werden. Oft beobachtet wird, dass Kinder, die viel Zeit im Gehfrei verbracht haben, beim späteren Laufen dazu tendieren auf den Zehenspitzen zu gehen. Auch die fürs Gehen nötige Balance wird durch den Gehfrei nicht trainiert, werden die Kinder doch durch die Sitzkonstruktion gehalten.

Viele Eltern und Großeltern versprechen sich vom Gehfrei zum Einen kurzfristig mehr Bewegungsfreiheit für ihr Kind und zum Anderen eine Entlastung für sich selbst, da die Kleinen in den Walkern gut aufgehoben und beschäftigt scheinen. Kinderärzte raten von der Anschaffung eines Babywalkers jedoch entschieden ab. gehfreiSie sind davon überzeugt, dass diese Lauflernhilfen die Bewegungsmöglichkeiten der Kinder eher einschränken und deren physiologischer Entwicklung schaden. Des Weiteren sind die Babywalker eben keine sichere Verwahrstelle für die Kinder, sondern im Gegenteil extrem gefährlich. Angeblich etwa 6000 Unfälle jährlich sollen auf das Konto dieser Lauflernhilfen gehen. Die Kinder werden mit den Rollsitzen sehr schnell. Es kam bereits zu vielen Treppenstürzen mit schweren Kopfverletzungen. Außerdem vergrößert sich die Reichweite der Kinder durch das Gefährt. Sie gelangen an Stellen, die sie bisher nicht erreichen konnten, wie Öfen, Herd und Heizgeräte. Fahren die Kleinen gegen diese heißen Gegenstände dagegen, kann es zu schweren Verbrennungen kommen. Auch die Tischkante kann nun erreicht werden. Immer wieder kommt es zu Verbrühungen durch gefüllte Tee- oder Kaffeetassen, die von kleinen Kinderhändchen nun erreicht und vom Tisch heruntergezogen werden können.

Kinderärzte und Stiftung Warentest raten bereits seit Jahren von der Anschaffung eines Gehfrei oder Babywalkers ab. Die Risiken und Schäden, die dieser verursacht, sind im Vergleich mit dessen Nutzen einfach zu groß. In Kanada und Skandinavien sind die Babywalker sogar aus all den eben aufgeführten Gründen verboten.

Möchten Sie ihrem Kind eine Lauflernhilfe kaufen, greifen Sie doch lieber zu einem Lauflernwagen, den Ihr kleiner Schatz vor sich herschieben kann und der somit das Ausbalancieren erleichtert. Ihr Kind wird dann anfangen zu stehen und zu gehen, wenn es bereit dazu ist. Mit einem Gehfrei zögern Sie diesen Moment im Endeffekt wahrscheinlich nur noch hinaus, da er weder die Balance noch die zum Gehen benötigte Muskulatur fördert.

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